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Selenskyj: Ukraine arbeitet an eigenem Satellitensystem nach Starlink-Vorbild

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 4. Oktober erklärt, die Ukraine entwickle ein eigenes Satellitensystem nach dem Vorbild von Starlink. Zugleich forderte er, der Ukraine die Nutzung von Starlink für Angriffe auf Russland zu erlauben, da China seine Satellitentechnologie mit Russland teile.

Das Wichtigste

  • Selenskyj sagte am 4. Oktober, die Ukraine arbeite an einem „Starlink-ähnlichen" Satellitensystem.
  • Er erklärte, es sei „fair", der Ukraine die Nutzung von Starlink für Angriffe auf Russland zu erlauben.
  • Selenskyj warnte, einige Staaten würden bis Jahresende oder Anfang nächsten Jahres einschlägige Satellitentechnologien an Russland weitergeben.
  • Er nannte dabei China, das entsprechende Technologie mit Russland teile.
  • Zuvor hatte Selenskyj US-Präsident Donald Trump gebeten, russische und chinesische Unternehmen zu sanktionieren, die am Satellitennetz „Рассвет" (Rassvet) beteiligt seien.
  • „Рассвет" wird als möglicher Konkurrent zu Elon Musks Starlink beschrieben.

Warum es wichtig ist

Selenskyj verknüpft die Ankündigung mit der Sorge, dass China seine Satellitentechnologie an Russland weitergeben könnte. Die Forderung nach Sanktionen gegen Firmen, die am „Рассвет"-Netz beteiligt sein sollen, richtet sich an Washington und macht deutlich, dass Kyjiw den Wettbewerb um Satellitenkapazitäten als Teil der Frontstellung im Krieg betrachtet.

Was geschehen ist

Am Sonntag, dem 4. Oktober, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Ukraine entwickle ein eigenes Satellitensystem nach dem Vorbild von Starlink. „Es gibt Entwicklungen. Wir arbeiten an einem ähnlichen Starlink", sagte er. Gleichzeitig hielt er es für „fair", der Ukraine die Nutzung von Starlink-Internet für Angriffe auf Russland zu erlauben. Selenskyj warnte, einige Staaten — namentlich China — würden bis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres einschlägige Satellitentechnologien mit Russland teilen; die Ukraine habe daher um die Fortsetzung des Starlink-Programms gebeten. Zuvor hatte sich Selenskyj an US-Präsident Donald Trump gewandt mit der Bitte, russische und chinesische Unternehmen zu sanktionieren, die er mit dem Aufbau eines Satellitennetzes namens „Рассвет" (Rassvet) in Verbindung bringt, das als möglicher Konkurrent zu Elon Musks Starlink beschrieben wird.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die drei vorliegenden ukrainischsprachigen Quellen — Interfax-Ukraine, Ukrajinska Prawda und Nowynar — berichten übereinstimmend über Selenskyjs Aussagen, ohne dass einzelne Aspekte stärker hervorgehoben werden. Der gemeinsame Tenor versteht die Eigenentwicklung als Schritt zur Souveränität Kiews über die im Krieg genutzte Satellitenkommunikation.

Hintergrund

Selenskyj hatte zuvor US-Präsident Donald Trump gebeten, russische und chinesische Unternehmen zu sanktionieren, die er mit dem Satellitennetz „Рассвет" (Rassvet) in Verbindung bringt, das als möglicher Konkurrent zu Starlink positioniert wird.