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Selenskyj: Ukraine bereit zu Treffen mit US-Unterhändlern in den kommenden Tagen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, die Ukraine sei bereit, in den kommenden Tagen mit US-Unterhändlern zusammenzukommen. Er habe diesen Vorschlag den Gesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, über sein Team übermittelt. Selenskyj bekräftigte zudem die Unterstützung Kiews für einen von den USA vorgeschlagenen Energie-Waffenstillstand, an den sich nach seinen Worten auch Russland halten müsse.

Das Wichtigste

  • Selenskyj sagte, die Ukraine sei bereit, in den kommenden Tagen mit US-Unterhändlern zusammenzukommen.
  • Den Vorschlag habe er über sein Team an die Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner übermittelt.
  • Ukrainische und amerikanische Seite kommunizierten fortlaufend, ihre Teams verhandelten weiter über Wege zum Frieden.
  • Die Ukraine unterstütze den US-Vorschlag für einen Energie-Waffenstillstand; Russland müsse Teil einer solchen Vereinbarung sein.
  • Am 9. Oktober fanden in Miami Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Europas und der Ukraine statt, die ursprünglich für zwei Tage geplant, aber vorzeitig beendet wurden.
  • Nach dem Treffen in Miami sagten Witkoff und Kushner ihre geplante Moskau-Reise ab.
  • Selenskyj zufolge sollen bis Jahresende alle sechs EU-Beitrittsverhandlungskapitel eröffnet werden, zwei davon seien in dieser Woche geöffnet worden.

Warum es wichtig ist

Die Äußerungen Selenskyjs deuten auf ein möglicherweise unmittelbar bevorstehendes hochrangiges Treffen zwischen der Ukraine und den USA über eine Beendigung des Krieges hin. Die öffentliche Unterstützung Kiews für einen US-amerikanischen Energie-Waffenstillstand bei gleichzeitiger Forderung nach Einbindung Russlands zeigt die Verhandlungsposition der Ukraine. Der Hintergrund der abgebrochenen Verhandlungen in Miami und der abgesagten Moskau-Reise von Witkoff und Kushner verweist auf eine sich verändernde Haltung der US-Engagementpolitik.

Was geschehen ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine sei bereit, in den kommenden Tagen mit amerikanischen Unterhändlern zusammenzukommen, und habe diesen Vorschlag über sein Team an die Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, übermittelt. Nach seinen Angaben befinden sich ukrainische und amerikanische Seite in ständigem Austausch, die Teams verhandelten weiter über Wege zur Erreichung des Friedens. Selenskyj bekräftigte, die Ukraine unterstütze den US-Präsidenten beim Vorschlag eines Energie-Waffenstillstands; Russland müsse ebenfalls Teil einer solchen Vereinbarung sein. Am 9. Oktober hatten in Miami Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Europas und der Ukraine stattgefunden, die ursprünglich für zwei Tage angesetzt waren, aber vorzeitig endeten. Im Anschluss sagten Witkoff und Kushner ihre geplante Reise nach Moskau ab. Selenskyj kündigte an, dass in dieser Woche zwei weitere EU-Beitrittsverhandlungskapitel geöffnet worden seien und bis Jahresende alle sechs Kapitel eröffnet sein sollen. Zudem wies er darauf hin, dass Kyiw bei der Umsetzung von Plänen zur Winterresilienz hinter anderen Regionen zurückliege; die Lage in der Hauptstadt sei im Oktober zeitweise schlechter gewesen als in früheren Kriegswintern, mit Ausfällen bei Strom und Wasser durch einzelne Shahed-Angriffe. Selenskyj berichtete zudem von einem russischen ballistischen Angriff auf Kyiw am Vortag, bei dem die ukrainische Luftabwehr den Angaben zufolge nur fünf Raketen wenige Sekunden vor dem Einschlag erfasst habe; Partner hätten anders als üblich nicht vorab vor dem Angriff gewarnt.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen stellen Selenskyjs Aussagen in den Mittelpunkt und betonen die Bereitschaft der Ukraine zum Treffen sowie deren Unterstützung für einen von den USA vorgeschlagenen Energie-Waffenstillstand mit der Forderung, Russland müsse einbezogen werden. Sie verbinden diese diplomatische Linie mit innenpolitischen Themen – den Rückstand Kyiws bei den Wintervorbereitungen, Gespräche mit regionalen Bürgermeistern und Sicherheitsverantwortlichen sowie Fortschritte bei den EU-Beitrittskapiteln – und rahmen die diplomatischen Bemühungen zusammen mit der laufenden Kriegsverwaltung.

Hintergrund

Trilateral angelegte Gespräche unter Beteiligung von Vertretern der USA, Europas und der Ukraine fanden am 9. Oktober in Miami statt und waren ursprünglich auf zwei Tage angelegt, wurden jedoch vorzeitig beendet.