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Russland beschießt die Ukraine mit zwei ballistischen Angriffswellen – Vorwarnung aus den USA fehlt beim ersten Schlag

In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober hat Russland die Ukraine mit zwei Wellen ballistischer Raketen angegriffen. Nach Angaben des Sprechers der ukrainischen Luftstreitkräfte, Jurij Ihnat, warnten die amerikanischen Partner vor der zweiten Welle um 03:00 Uhr, nicht jedoch vor der ersten Welle gegen 23:00 Uhr. Die ukrainische Luftwaffe habe die Bevölkerung etwa eine Minute vor dem Einschlag gewarnt – zu spät für Sirenen und Lautsprecher. Die Ursache der fehlenden Vorwarnung werde gemeinsam mit amerikanischen Experten untersucht.

Das Wichtigste

  • Zwei ballistische Angriffswellen trafen die Ukraine in der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober – gegen 23:00 Uhr und um 03:00 Uhr.
  • Die USA warnten vor der ersten Welle gegen 23:00 Uhr nicht; vor der zweiten Welle um 03:00 Uhr erhielten die ukrainischen Luftstreitkräfte eine Warnung.
  • Sprecher Jurij Ihnat teilte dies in einer Telethon-Sendung mit.
  • Die ukrainische Luftwaffe warnte die Bevölkerung rund eine Minute vor dem Auftauchen der ballistischen Raketen am Himmel.
  • Hochgeschwindigkeitsziele kann die Ukraine nach eigenen Angaben erst im Anflug erkennen – zu spät für rechtzeitige Luftalarme.
  • Die Ursache der fehlenden Vorwarnung wird von ukrainischen Experten gemeinsam mit amerikanischen Partnern untersucht.
  • Die USA hatten zuvor ausgebliebene Warnungen mit Wetterbedingungen und technischen Störungen begründet.

Warum es wichtig ist

Das Fehlen der US-Vorwarnung bei der ersten Welle verkürzte die Vorlaufzeit auf etwa eine Minute – zu wenig, um Sirenen und Lautsprecher rechtzeitig auszulösen und die Bevölkerung zu schützen. Wiederholt ausgebliebene Warnungen vor ballistischen Angriffen stellen die Zuverlässigkeit des US-Frühwarnkanals in einer Phase infrage, in der Russland seine ballistischen Angriffe auf die Ukraine intensiviert. Der Vorfall verdeutlicht die Abhängigkeit der Ukraine von Partnerdaten, da sie selbst schnelle ballistische Ziele erst im Endanflug erkennt. Ukrainische Stellen untersuchen den Fall gemeinsam mit amerikanischen Partnern – der Ausgang ist damit auch für die künftige Zusammenarbeit im Bereich Aufklärung bedeutsam.

Was geschehen ist

In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober 2026 schlug Russland zwei ballistische Angriffswellen gegen die Ukraine. Die erste Welle erfolgte am späten Abend des 18. Oktober gegen 23:00 Uhr; eine zweite Welle folgte am frühen Morgen des 19. Oktober um 03:00 Uhr. Jurij Ihnat, Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, erklärte im Telethon, die amerikanischen Partner hätten vor der ersten Welle keine Vorwarnung übermittelt. Vor der zweiten Welle sei eine Warnung eingegangen. Ihnat sagte weiter, die Luftstreitkräfte hätten die Bevölkerung rund eine Minute vor dem Auftauchen der ballistischen Raketen am Himmel gewarnt; selbst dieser kurze Vorlauf reiche nicht aus, damit die Algorithmen für Sirenen und Lautsprecher Schritt halten könnten. Die Ukraine besitze zwar eigene Quellen für Raketenstarts und Radargeräte zur Luftraumüberwachung, könne schnelle Ziele aber erst im Anflug erfassen. Der genaue Raketentyp – nach vorläufigen Angaben Iskander-M oder S-400 – wird noch untersucht. Ukrainische Experten klären gemeinsam mit amerikanischen Partnern, warum die Warnung vor der ersten Welle ausblieb.

Wo die Berichte auseinandergehen

Über die Ursache der fehlenden US-Warnung vor der ersten Welle werden unterschiedliche Erklärungen angeführt: Die Vereinigten Staaten verwiesen auf Wetterbedingungen und technische Störungen. Ukrainische Berichterstattung stellt demgegenüber fest, dass das Ausbleiben der Warnungen zeitlich mit verschärfter US-Rhetorik gegenüber der Ukraine, der Aufhebung von Sanktionen gegen Russland und Beschränkungen der militärischen Nutzung von Starlink zusammenfiel – und deutet damit einen möglichen Zusammenhang mit den politischen Spannungen an.

Hintergrund

Bereits am 12. und 13. Oktober war es zu ausgebliebenen Vorwarnungen vor ballistischen Angriffen gekommen; der Präsident der Ukraine und die Luftstreitkräfte hatten damals öffentlich erklärt, Partner hätten keine Warnungen übermittelt. Die USA führten das Fehlen von Warnungen zuvor auf Wetterbedingungen und technische Störungen zurück. In einer früheren Phase verstärkten Drucks der USA auf die Ukraine hatte Washington die Übermittlung ballistischer Startdaten ebenfalls ausgesetzt und später wieder aufgenommen.