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US-Repräsentantenhaus verabschiedet Sanktionsgesetz gegen Russland-Käufer – Trump unterzeichnet

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am 17. September das Graham-Blumenthal-Gesetz, das 100-prozentige Zölle auf Länder ermöglicht, die russische Energie kaufen. Präsident Trump unterzeichnete das Gesetz. 58 Demokraten stimmten dafür, 42 Demokraten aus der Ukrainian Caucus dagegen.

Das Wichtigste

  • Am 17. September um 2 Uhr Kyiver Zeit verabschiedete das US-Repräsentantenhaus das Graham-Blumenthal-Gesetz zu Sekundärsanktionen.
  • Das Gesetz erlaubt 100-prozentige Zölle auf Länder, die russische Energieressourcen kaufen, sowie Sanktionen gegen Drittstaaten, die Russlands Krieg durch Handel unterstützen.
  • 58 Demokraten stimmten für den Gesetzentwurf und sicherten damit die Mehrheit.
  • 42 Demokraten aus der 73 Mitglieder starken Ukrainian Caucus stimmten dagegen; sie vertreten Kalifornien, Illinois, Pennsylvania und Maryland.
  • Trump unterzeichnete das als „Höllensanktionen“ bekannte Gesetz.
  • Die Ukraine verzeichnete in den Jahren 2022–2025 über 200 demokratische Stimmen für ihre Interessen – ein Vielfaches der Unterstützung bei dieser Abstimmung.

Warum es wichtig ist

Das Gesetz erweitert die Reichweite der US-Sanktionen über Russland hinaus auf Drittländer, die mit Russland Handel treiben, und kann globale Energieströme neu ordnen. Mit der Möglichkeit von 100-prozentigen Zöllen auf Käufer russischer Energie – darunter Großabnehmer wie China und Indien – erhält Washington ein mächtiges wirtschaftliches Druckmittel. Gleichzeitig zeigt das Gesetz einen seltenen überparteilichen Konsens zur Verschärfung des Drucks auf Russland, obwohl die Rhetorik der Administration teils friedensorientiert klingt.

Was geschehen ist

In den frühen Morgenstunden des 17. September (Kyiver Zeit) verabschiedete das US-Repräsentantenhaus den Graham-Blumenthal-Gesetzentwurf zu Sekundärsanktionen. Das Gesetz sieht Zölle auf Waren und Dienstleistungen aus Ländern vor, die russisches und iranisches Öl abnehmen. Präsident Trump unterzeichnete das als „Höllensanktionen“ bekannte Gesetz. 58 Demokraten stimmten dafür; 42 Mitglieder der Democratic Ukrainian Caucus, die Kalifornien, Illinois, Pennsylvania und Maryland vertreten, votierten dagegen. Präsident Selenskyj dankte den Abgeordneten und Senatoren für die Unterstützung.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Der ukrainischsprachige Kommentar stellt den Gesetzentwurf von Lindsey Graham als wichtiges Eskalationsinstrument dar und betont seine möglichen Auswirkungen auf Drittländer im Handel mit Russland. Der Autor hebt die überparteiliche US-Unterstützung für Druck auf Russland als positives Signal für die Ukraine hervor und verweist zugleich auf populistische Strömungen in einigen europäischen Ländern, die die Unterstützung für die Ukraine verringern wollen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Der Autor des Kommentars widerspricht der formellen Reichweite des Gesetzes: Zwar erlaubt es 100-prozentige Zölle auf Käufer russischer Energie, doch hält er es für unwahrscheinlich, dass Trump diese breit gegen Großabnehmer wie China oder Indien verhängt. Stattdessen erwartet er einen selektiven Einsatz als politisches Druckmittel gegen einzelne Länder.

Hintergrund

Demokraten haben Trump wiederholt als zu nachgiebig gegenüber Putin kritisiert. In der Republikanischen Partei gewinnen klassische Republikaner in der Tradition Reagans an Einfluss gegenüber MAGA-nahen Kräften. Gleichzeitig fordern populistische Strömungen in einigen europäischen Ländern eine Reduzierung der Ukraine-Unterstützung.