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51 UN-Mitgliedstaaten fordern Russland zu bedingungsloser Waffenruhe auf

Am 23. September veröffentlichten 51 UN-Mitgliedstaaten eine gemeinsame Erklärung, in der sie Russland auffordern, einer sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen und in ernsthafte Friedensverhandlungen einzutreten. Die Ukraine hatte nach Angaben der Erklärung bereits im März 2025 einer solchen Waffenruhe zugestimmt. Die Erklärung wurde vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats veröffentlicht und von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas sowie dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha vorgestellt.

Das Wichtigste

  • 51 UN-Mitgliedstaaten veröffentlichten am 23. September eine gemeinsame Erklärung mit der Forderung an Russland, einer sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen.
  • Die Ukraine hatte laut der Erklärung bereits im März 2025 einer vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe zugestimmt.
  • Die Erklärung wurde vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats während der Hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung in New York vorgelegt.
  • EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha stellten die Erklärung gemeinsam vor.
  • Die USA schlossen sich der gemeinsamen Erklärung nicht an.
  • Die Unterzeichner forderten die sofortige Rückkehr aller deportierten und rechtswidrig festgehaltenen ukrainischen Zivilpersonen, insbesondere von Kindern, sowie einen vollständigen Gefangenenaustausch.
  • Die Erklärung brachte Besorgnis über russische Angriffe auf zivile Infrastruktur und in der Schwarzmeerregion zum Ausdruck.

Warum es wichtig ist

Die Erklärung formalisiert die ukrainische Position zugunsten einer bedingungslosen Waffenruhe und übt diplomatischen Druck auf Russland aus, sich anzuschließen. Sie zeigt eine breite internationale Geschlossenheit hinter der ukrainischen Position in der UN, weist aber zugleich darauf hin, dass die USA der Erklärung nicht beigetreten sind. Mit der Forderung nach Rückkehr deportierter Zivilpersonen – insbesondere von Kindern – und eines vollständigen Gefangenenaustauschs verknüpften die Unterzeichner den Waffenstillstandsaufruf mit konkreten humanitären Maßnahmen. Zudem thematisierte die Erklärung russische Angriffe auf zivile Infrastruktur und die Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssicherheit.

Was geschehen ist

Am 23. September, am Rande der Hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung in New York und vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats, veröffentlichten 51 UN-Mitgliedstaaten eine gemeinsame Erklärung. Darin forderten sie Russland auf, einer sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen und sich sinnvoll an Friedensverhandlungen zu beteiligen. Die Erklärung stellte fest, dass die Ukraine bereits im März 2025 einer solchen Waffenruhe zugestimmt hatte. Vorgestellt wurde sie von der EU-Außenbeauftragten für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, und dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha; sie wurde über den Telegram-Kanal des ukrainischen Außenministeriums veröffentlicht. Die USA traten der Erklärung nicht bei. Die Unterzeichner verlangten ferner die sofortige, sichere und bedingungslose Rückkehr aller willkürlich festgehaltenen, zwangsweise umgesiedelten oder deportierten ukrainischen Zivilpersonen, einschließlich Kindern, sowie die vollständige Rückkehr aller Kriegsgefangenen und Internierten als vertrauensbildende Maßnahmen. Die Erklärung brachte zudem tiefe Besorgnis über die eskalierenden russischen Angriffe auf ukrainische Zivilpersonen und zivile Infrastruktur sowie über Angriffe im Schwarzen Meer zum Ausdruck, die ukrainische Getreideexporte und die globale Ernährungssicherheit bedrohten. Sie bekräftigte die Unterstützung für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine gemäß der UN-Charta.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen die Geschichte so dar, dass die Ukraine bereits einer vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe zugestimmt habe und nun eine breite diplomatische Initiative anführe, um Russland zum gleichen Schritt zu bewegen. Die ukrainische Berichterstattung betont die humanitären Forderungen der Erklärung – die Rückkehr deportierter Zivilpersonen, insbesondere von Kindern, sowie einen vollständigen Gefangenenaustausch – und verweist auf die Besorgnis über Angriffe auf Zivilisten und im Schwarzen Meer. Hervorgehoben wird zudem, dass die Erklärung über das ukrainische Außenministerium veröffentlicht und gemeinsam von Außenminister Andrij Sybiha und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas vorgestellt wurde, was die diplomatische Handlungsfähigkeit der Ukraine unterstreicht.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die einzige internationale Agenturquelle (eine aserbaidschanische, englischsprachige Nachrichtenagentur) rahmt die Geschichte als Aufruf von 51 UN-Mitgliedstaaten an Russland, einer bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen, nachdem die Ukraine dies bereits getan habe, und stellt die multilaterale diplomatische Aktion bei den Vereinten Nationen in den Mittelpunkt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Anzahl der Staaten, die den Aufruf unterstützten, wird in den Quellen uneinheitlich angegeben: 51 UN-Mitgliedstaaten, 50 Staaten plus die Europäische Union oder 49 Staaten plus die Ukraine und die EU, wobei eine Quelle von „mehr als 50“ spricht. Zudem führt Artikel 33036 Panama unter den Unterzeichnern auf, während die konsolidierte Liste in Artikel 33140 Panama nicht enthält.

Hintergrund

Die gemeinsame Erklärung wurde am 23. September vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats und während der Hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung in New York veröffentlicht. Die Ukraine erklärte, bereits im März 2025 einer vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe zugestimmt zu haben. Am Tag vor der Erklärung hatte US-Präsident Donald Trump öffentlich an den russischen Machthaber Wladimir Putin appelliert, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj führte Gespräche mit Trump am Rande der UN-Generalversammlung.