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CIA warnt europäische Regierungen vor möglicher russischer Drohnenoperation gegen Spanien, Frankreich oder Italien

Die CIA hat nach einem Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe europäische Regierungen vor einer möglichen russischen Drohnenoperation gegen Spanien, Frankreich oder Italien gewarnt. Den Regierungen dieser drei Länder wurde mitgeteilt, dass Russland Drohnen vom Typ „Gerbera" von zivilen Schiffen in internationalen Gewässern aus starten könnte. Litauen und weitere Länder erhielten ebenfalls Hinweise auf die Vorbereitung möglicher Drohnenangriffe.

Das Wichtigste

  • Die CIA warnte die Regierungen Spaniens, Frankreichs und Italiens vor einer möglichen russischen Drohnenoperation.
  • Russland könnte Drohnen von zivilen Schiffen in internationalen Gewässern starten.
  • Bei den vermuteten Drohnen handelt es sich um den Typ „Gerbera" mit rund 2 m Länge, 2,5 m Spannweite, bis zu 18 kg Gewicht und einer angegebenen Reichweite von 600 km.
  • CIA-Direktor John Ratcliffe reiste am 25. August mit einem US-Militärflugzeug über Riga nach Moskau, um Russland vor Angriffen oder Provokationen gegen die NATO zu warnen.
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron berief am 16. September einen Verteidigungsrat ein und lud zwei Tage später Parteichefs und Präsidentschaftskandidaten für 2027 in den Élyséepalast.
  • Ziel möglicher Angriffe sei es, die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, Differenzen innerhalb der NATO zu schüren und in Wahlkampfzeiten in den drei Ländern Angst zu verbreiten.

Warum es wichtig ist

Es besteht ein konkretes Risiko russischer Drohnenangriffe auf das Hoheitsgebiet von NATO- und EU-Staaten. Da die Drohnen von zivilen Schiffen aus internationalen Gewässern gestartet werden könnten, ist die Identifikation und Zuordnung eines Angriffs erheblich erschwert. Solche Angriffe könnten den Zusammenhalt der NATO schwächen und die europäische Unterstützung für die Ukraine verringern – insbesondere vor den Wahlkämpfen in Frankreich, Italien und Spanien im Jahr 2026.

Was geschehen ist

Die CIA hat mehrere europäische Regierungen vor einer möglichen russischen Drohnenoperation gegen Spanien, Frankreich oder Italien gewarnt. Den Regierungen dieser drei Länder wurde mitgeteilt, dass Russland den Drohnentyp „Gerbera" einsetzen könnte, der von zivilten Schiffen in internationalen Gewässern gestartet wird. Ein Handelsschiff könne mehrere „Gerbera"-Drohnen transportieren. Die Warnungen wurden nach der Moskau-Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe am 25. August verbreitet. Wall Street Journal und Politico berichteten, Ratcliffe habe Russland vor Angriffen oder Provokationen gegen die NATO warnen wollen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron berief am 16. September einen Verteidigungsrat ein und lud zwei Tage später die Vorsitzenden aller Parteien sowie die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2027 in den Élyséepalast. Deutsche Behörden schreiben Russland einen jüngsten Vorfall mit bewaffneten Drohnen am Flughafen Leipzig zu.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Medien, darunter ZN.UA und Babel, berichten über die CIA-Warnung im Kontext der russischen Bedrohung für NATO- und EU-Länder. Sie betonen die Rolle der CIA und den Moskau-Besuch von CIA-Direktor Ratcliffe als zentrales Element der Geschichte. Zudem verweisen sie auf die mögliche Destabilisierung der Ukraine-Unterstützung in Europa und führen jüngste Drohnenvorfälle in Polen und in Deutschland als Indizien für die Realität der Bedrohung an.

Hintergrund

Der Drohnentyp „Gerbera" ist etwa 2 m lang, hat 2,5 m Spannweite, wiegt bis zu 18 kg, erreicht rund 160 km/h und hat eine angegebene Reichweite von 600 km. Wegen der geringen Nutzlast kann sie kein großes Objekt zerstören, aber Brände auslösen, offene Anlagen beschädigen oder vorübergehend einen Hafen oder Flughafen schließen. Bereits im Vorjahr waren 19 Drohnen ohne Sprengköpfe in den polnischen Luftraum eingeflogen. Deutschland schreibt Russland einen Vorfall mit bewaffneten Drohnen am Flughafen Leipzig zu. In Frankreich, Spanien und Italien finden 2026 Wahlkämpfe und Wahlen statt. Der französische Kandidat Jean-Luc Mélenchon hatte zuvor die verstärkte russische Bedrohung in Europa mit „weitreichenden Angriffen" der Ukraine auf russisches Gebiet erklärt.