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Selenskyj in New York: Kein Dokument zu Ukraine-Verhandlungen mit den USA vorhanden

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in New York, dass es nach den jüngsten Verhandlungsgesprächen zwischen ukrainischen und amerikanischen Teams keine schriftlichen Ergebnisse gibt. Die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner pausieren für mehrere Wochen, um mit Russland und Partnern über mögliche Formate zur Beendigung des Krieges zu sprechen. Selenskyj knüpfte eine Bereitschaft zum Stopp von Angriffen auf russische Raffinerien an die Bedingung gegenseitiger russischer Zurückhaltung bei Angriffen auf ukrainische kritische Infrastruktur.

Das Wichtigste

  • Treffen der ukrainischen und amerikanischen Verhandlungsgruppen fand in New York statt, im Anschluss an ein Gespräch der Präsidenten Trump und Selenskyj
  • Selenskyj erklärte, bisher keine schriftlichen Ergebnisse der Verhandlungen gesehen zu haben
  • Es besteht eine Vereinbarung, die Gespräche nicht öffentlich zu erörtern, solange keine Rückmeldung von russischer Seite vorliegt
  • Die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner legen für mehrere Wochen eine Pause ein
  • Ein trilaterales Treffen mit konkretem Ergebnis wäre Selenskyj zufolge potenziell im Dezember beim G20-Gipfel in Miami möglich
  • Selenskyj erklärte die Bereitschaft der Ukraine, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, unter der Bedingung, dass Russland Angriffe auf ukrainische kritische Infrastruktur, Lebensmittelexporte und den Energiesektor stoppt
  • Trump hatte am 20. September in einem Telefonat mehrfach darauf gedrängt, dass die Ukraine Angriffe auf russische Ölraffinerien einstellt

Warum es wichtig ist

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA befinden sich in einer Phase, in der Details bewusst privat gehalten werden, was eine unabhängige Überprüfung erschwert. Selenskyj betrachtet ein mögliches trilaterales Treffen beim G20-Gipfel im Dezember in Miami als eine der besten von amerikanischer Seite vorgeschlagenen Gelegenheiten. Eine Verknüpfung zwischen Angriffen auf russische Raffinerien und russischer Gegenseitigkeit bei Angriffen auf ukrainische Infrastruktur steht im Zentrum der ukrainischen Position.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 24. September in New York, dass es nach den Gesprächen zwischen ukrainischen und amerikanischen Verhandlungsteams keine schriftlichen Ergebnisse gebe. Einigen Details waren zuvor beim Besuch der US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew erörtert worden. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Verhandlungen nicht öffentlich zu kommentieren, solange keine Rückmeldung aus Russland vorliege. Witkoff und Kushner nehmen sich mehrere Wochen Zeit, um mit Russland und Partnern über mögliche Formate zur Beendigung des Krieges zu sprechen. Selenskyj bezeichnete ein trilaterales Treffen mit konkretem Ergebnis beim G20-Gipfel im Dezember in Miami als potenziell möglich. Er erklärte zudem die Bereitschaft der Ukraine, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, sofern Russland im Gegenzug Angriffe auf ukrainische kritische Infrastruktur, Lebensmittelexporte und den Energiesektor unterlasse.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Beide vorliegenden Quellen sind ukrainischsprachige Medien. Sie stellen die Aussagen Selenskyjs in den Mittelpunkt und betonen die Bedingung der Gegenseitigkeit, die die Ukraine an einen möglichen Stopp der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur knüpft. Hervorgehoben wird die Existenz einer privaten Vereinbarung über die Nichtweitergabe von Verhandlungsdetails bis zur Rückmeldung aus Russland; der Prozess wird als laufend, aber ergebnislos dargestellt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Unterschiedliche Rahmung der ukrainischen Angriffe auf russische Ölinfrastruktur: Selenskyj stellt einen Stopp als bedingt durch russische Gegenseitigkeit dar, während Trump die negativen Auswirkungen auf die globalen Treibstoffmärkte anführt und behauptet, Russland habe durch die Angriffe die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren.

Hintergrund

Am 20. September hatte Trump in einem Telefonat die Ukraine gedrängt, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, und verwies auf die Auswirkungen auf den Weltkraftstoffmarkt. Am 21. September erklärte Trump, Russland habe durch ukrainische Angriffe faktisch die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren, und sagte, der Krieg müsse beendet werden. Am 22. September bestätigte Selenskyj in New York die Bereitschaft zu jedem Format eines Energie-Waffenstillstands mit Russland unter der Bedingung der Gegenseitigkeit. Am 23. September erklärte US-Außenminister Marco Rubio, dass die Ukraine und Russland Interesse an einem begrenzten Waffenstillstand zu Getreide- und Energiefragen geäußert hätten.