USA erwägen mögliche Einladung Selenskijs zum G20-Gipfel in Miami
US-Außenminister Marco Rubio hat eine mögliche Einladung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zum G20-Gipfel in Miami nicht ausgeschlossen, sofern die Teilnahme zu positiven Ergebnissen führt. Eine offizielle Einladung gab es bislang nicht; die endgültige Entscheidung liegt bei US-Präsident Donald Trump. Zugleich betonte Rubio, dass Washington den Kontakt mit Moskau für Verhandlungen und zur Eskalationsprävention für notwendig hält.
Das Wichtigste
- G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ist für den 14.–15. Dezember 2026 in Miami geplant
- USA haben Wolodymyr Putin bereits zum G20-Gipfel eingeladen; Kremlin hat seine Teilnahme nicht bestätigt
- Rubio schloss Selenskijs Teilnahme bei potenziell positiven Ergebnissen nicht aus
- Offizielle Ankündigungen zur Einladung Selenskijs gab es am 31. Oktober nicht
- Trump muss über eine mögliche Einladung Selenskijs entscheiden
- Russlands Außenminister Sergej Lawrow nahm an der G20-Ministertreffen in Atlanta teil
- USA wollen Moskau kontaktieren, um Kriegsende in der Ukraine und nukleare Eskalationsrisiken zu adressieren
Warum es wichtig ist
Eine Einladung Selenskijs würde ihn und Putin am selben internationalen Forum zusammenbringen und Raum für ein direktes Gespräch oder weitere Diplomatie створить. Zugleich verdeutlicht die G20-Debatte die Differenz zwischen der US-Strategie, Moskau für Verhandlungen und Risikomanagement einzubinden, und der europäischen Sorge, die Rückkehr Russlands in internationale Foren könne dessen Kriegsverbrechen normalisieren. Die widersprüchlichen Aussagen über die Nähe zu einer Vereinbarung zeigen zudem, dass ein kurzfristiger diplomatischer Durchbruch nicht gesichert ist.
Was geschehen ist
Bei der G20-Ministertreffen in Atlanta sagte US-Außenminister Marco Rubio am 31. Oktober, Washington könnte Selenskyj zum G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember in Miami einladen, sofern seine Teilnahme zu positiven Ergebnissen führt. Ein solches Angebot war noch nicht offiziell angekündigt, und die Entscheidung müsse Trump treffen. Die USA hatten zuvor bereits Putin eingeladen, dessen Teilnahme das Kremlin jedoch nicht bestätigt hatte. Selenskyj hatte erklärt, er sei zu einem persönlichen Gespräch mit Putin bereit, wenn dieser nach Miami komme; nach Medienberichten hatte Putin einen solchen Vorschlag abgelehnt.
Rubio rechtfertigte die Kontakte zu Moskau damit, dass ein Friedensschluss Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine erfordere und der Kontakt angesichts des russischen Nukleararsenals einer Eskalation vorbeugen müsse. Er betonte, dies sei keine Legitimierung Moskaus. Trump erklärte später, die USA seien sehr nah an einer Vereinbarung und könnten wichtige Abmachungen beim G20-Gipfel erreichen. Rubio widersprach dieser Einschätzung und sagte, es gebe keine Hinweise auf eine nahende Verhandlungslösung.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow nahm an der Ministertreffen in Atlanta teil. Seine Anwesenheit stieß bei Vertretern einiger G20-Staaten auf Unzufriedenheit, mehrere Teilnehmer wollten nicht mit ihm fotografiert werden, und das traditionelle Gruppenfoto wurde aus dem offiziellen Programm entfernt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die Teilnahme des Lawrow habe zugleich ermöglicht, Moskauer Darstellungen direkt zu widerlegen, er sei aber nicht auf friedliche Verhandlungen eingegangen. Sie warnte zudem, die Rückkehr Russlands zu internationalen Foren könne die als „Normalisierung“ von Kriegsverbrechen erscheinen lassen, und forderte stärkere Sanktionen sowie höhere Verteidigungsausgaben der EU.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Medien richteten den Fokus auf die mögliche Teilnahme Selenskijs und eine persönliche Begegnung mit Putin. Dabei wurden das Fehlen einer bestätigten Einladung und die Medienberichte, wonach Putin die пропозицію Зеленського щодо переговорів відхилив, окремо підкреслено. Європейські попередження щодо нормалізації воєнних злочинів Росії та заклики до посилення санкцій і військової підтримки України також посіли чільне місце в українському висвітленні.
Wo die Berichte auseinandergehen
Дональд Трамп заявив 31 жовтня, що сторони наближаються до угоди про припинення війни та що важливі домовленості можуть бути досягнуті під час грудневого саміту G20. Марко Рубіо водночас заявив, що ознак наближення переговорного врегулювання немає. Європейські посадовці оцінили участь російських представників критично, попереджаючи про «нормалізацію» воєнних злочинів Росії та сумнівну готовність Москви до мирних переговорів. США натомість наголосили на діалозі, посередництві, комунікації з обома сторонами та ризику ескалації через ядерний арсенал Росії.
Hintergrund
The G20 leaders' summit is scheduled for December 14–15 in Miami, Florida. The United States had already invited Vladimir Putin, although he had not confirmed accepting the invitation. Zelensky had said he was ready to attend and meet Putin if the latter came to the summit. Reports said Putin rejected Zelensky's proposal to negotiate ending the war on the sidelines of the summit. Russia's Foreign Minister Sergey Lavrov attended the G20 foreign ministers' meeting in Atlanta, drawing dissatisfaction from some participants. The traditional group photograph was removed from the meeting program after some participants refused to pose with Lavrov. European officials called for stronger sanctions against Russia and for the United States' decision to sell Ukraine 500 Patriot interceptors positively.