Emmanuel Macron
-
EU-Sanktionen gegen Russland vor Ablauf: Streit um Usmanow und Fridman blockiert Verlängerung
Das Coreper der EU konnte am 21. September 2026 erneut keine Einigung über die Verlängerung der EU-Einzelsanktionen gegen Russland erzielen. Grund ist der Streit um die Streichung der Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Liste, die die Slowakei und Frankreich fordern. Ohne einstimmigen Beschluss läuft das Regime mit rund 3.000 Einträgen um Mitternacht am 22. September aus.
-
NATO-Oberbefehlshaber: Bündnis bereit für mögliche russische Eskalation an der Ostflanke
Der Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, hat am 19. September in Kopenhagen erklärt, die Allianz sei bereit, auf eine mögliche Eskalation durch Russland an der Ostflanke zu reagieren. Dragone sprach vor den 32 ranghöchsten Militärs der NATO-Länder und verwies auf rund 4000 Seiten Verteidigungspläne sowie den weiteren Ausbau der Streitkräfte. Die Äußerung fällt in eine Phase wachsender Warnungen aus Polen, Frankreich, den Niederlanden, Litauen und Lettland vor russischen Provokationen.
-
Le Pen: Frankreich kann Ukraine finanziell nicht mehr im bisherigen Maße unterstützen
Marine Le Pen, inoffizielle Anführerin der französischen rechtsradikalen Partei Rassemblement National, hat im Fernsehsender LCI erklärt, Frankreich könne der Ukraine aufgrund der eigenen finanziellen Lage nicht mehr die gleiche finanzielle Unterstützung wie bisher leisten. Sie betonte, dies sei „kein Akt der Feindseligkeit gegenüber der Ukraine“; Ausbildung und Ausrüstungslieferungen sollten fortgesetzt werden.
-
Witkoff und Kushner erstmals in Kiew: USA kündigen „Winterpaket“ und Rückkehr zum trilateralen Format an
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner haben am 6. September erstmals seit Beginn der Verhandlungen im Februar 2025 Kiew besucht, nachdem sie am Vortag in Moskau mit Wladimir Putin gesprochen hatten. In Kiew führten sie drei Gesprächsrunden mit Präsident Wolodymyr Selenskyj, an deren zweiter Runde auch die Nationalen Sicherheitsberater Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens teilnahmen. Beide Seiten sprachen anschließend von „substanziellen“ Gesprächen und kündigten die Rückkehr zum Format USA–Ukraine–Russland sowie ein US-unterstütztes „Winterpaket“ für die Ukraine an. Konkrete Durchbrüche wurden nicht vermeldet; der Kreml bekräftigte seine Maximalforderungen.
-
Burnham und Macron besprechen auf Downing Street mögliche Produktion von SCALP-Raketen in der Ukraine
Der britische Premierminister Andy Burnham und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich auf der Downing Street getroffen, um über die nächsten Schritte zur Einrichtung lokaler Fertigungslinien für SCALP-Langstreckenraketen in der Ukraine zu sprechen. Beide Seiten werteten zudem die Ergebnisse des Treffens der „Koalition der Willigen" in Kiew aus der Vorwoche aus.