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Kallas kündigt Sanktionen gegen Organisatoren der russischen Dumawahl auf besetzten ukrainischen Gebieten an

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat angekündigt, Sanktionen gegen Personen vorzuschlagen, die die Abhaltung der russischen Dumawahl in den besetzten Gebieten der Ukraine ermöglicht haben. Sie bezeichnete die Abstimmung als weiteren schweren Schlag für die russische Demokratie und sprach von einer "Simulation von Demokratie". Die russische Parlamentswahl fand vom 18. bis 20. September in Russland und auf besetztem ukrainischen Territorium statt.

Das Wichtigste

  • EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte über X an, Sanktionen gegen Organisatoren der russischen Dumawahl auf besetzten ukrainischen Gebieten vorzuschlagen.
  • Die russische Parlamentswahl fand vom 18. bis 20. September in Russland und auf besetzten ukrainischen Territorien statt.
  • Kallas bezeichnete die Abstimmung als "Simulation von Demokratie" und erklärte, das Ergebnis sei nie in Frage gestellt worden.
  • Laut Kallas unterdrückte der Kreml abweichende Stimmen, verbot die einzige registrierte Partei, die dem Krieg in der Ukraine widerspricht, und schloss internationale Wahlbeobachter aus.
  • Die Schweiz verurteilte die russische "Wahl" auf besetzten ukrainischen Gebieten.
  • Die deutsche Regierung bezeichnete die dreitägige Abstimmung als "inszenierte Veranstaltung".
  • Am 20. September wurde der letzte "Wahltag" in den besetzten Teilen der Oblast Donezk mit einer angeblichen Wahlbeteiligung von über 80 % vorzeitig beendet.

Warum es wichtig ist

Die Ankündigung signalisiert mögliche neue EU-Restriktionsmaßnahmen gegen Amtsträger, die an der Organisation der russischen Abstimmung auf besetztem ukrainischen Territorium beteiligt waren. Sie reiht sich ein in die europaweite Verurteilung der russischen Dumawahl und der politischen Bedingungen, unter denen sie stattfand. Damit verknüpft die EU ihre Sanktionspolitik direkt mit Handlungen auf besetzten ukrainischen Gebieten und erhöht die Kosten für Russlands Anspruch auf Hoheitsgewalt dort.

Hintergrund

Die russische Parlamentswahl fand vom 18. bis 20. September in Russland und auf besetzten ukrainischen Gebieten statt. Internationale Beobachter meldeten zahlreiche Verstöße während des Wahlprozesses. Die Schweiz verurteilte die russische Abstimmung auf besetzten ukrainischen Gebieten, und die deutsche Regierung bezeichnete die dreitägige Abstimmung als "inszenierte Veranstaltung".