US-Finanzministerium setzt russisches A7-Zahlungssystem auf die Sanktionsliste
Das US-Finanzministerium hat das russische A7-Zahlungssystem mit Sanktionen belegt und es als transnationale kriminelle Organisation eingestuft. A7 soll über internationale Banken Zahlungen für Russland verarbeitet und dabei Shell-Firmen sowie gefälschte Handelsdokumente genutzt haben. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, das Hauptziel sei die Isolierung Irans und seiner Finanzpartner.
Das Wichtigste
- Das US-Finanzministerium nahm das A7-Zahlungssystem auf die Sanktionsliste und stufte es als transnationale kriminelle Organisation ein.
- Das Gesamtvolumen der A7-Transaktionen übertraf 7,5 Billionen Rubel (rund 91,5 Mrd. US-Dollar); im Januar 2026 meldete A7 mehr als 2.000 Transaktionen pro Tag.
- A7 machte Schätzungen zufolge etwa 13 % der russischen Außenhandelstransaktionen im Jahr 2025 aus.
- Laut Finanzministerium nutzte A7 Shell-Firmen, gefälschte Handelsdokumente und falsche Warenbeschreibungen, um sanktionsumgehende Zahlungen zu verschleiern.
- Die Sanktionen erfassen sämtliches Vermögen und Interessen des A7-Netzwerks in den USA sowie Transaktionen mit Sub-Agenten; sie gelten auch für alle zu 50 % oder mehr im Besitz blockierter Personen befindlichen Einheiten.
- Finanzminister Scott Bessent erklärte, Hauptziel sei die Isolierung Irans und seiner Finanzpartner.
- Der von Ilan Shor geschaffene Rubel-Stablecoin A7A5 und die ebenfalls in Kirgisistan ansässige Krypto-Börse Grinex gehören zur russischen Umgehungsarchitektur.
Warum es wichtig ist
Mit A7 trifft die Sanktion einen der bislang größten bekannten Kanäle, über die Russland Sanktionen umgeht — das System soll rund 13 % der russischen Außenhandelstransaktionen im Jahr 2025 abgewickelt haben. Das US-Finanzministerium verknüpft die Maßnahme ausdrücklich mit dem Druck auf Iran und dessen Finanznetzwerke. Die Aktion macht zudem sichtbar, wie umfangreich Russlands alternative Zahlungsinfrastruktur inzwischen ist, darunter der Rubel-Stablecoin A7A5 und die Krypto-Börse Grinex.
Was geschehen ist
Das US-Finanzministerium setzte das mit Russland verbundene Zahlungssystem A7 auf seine Sanktionsliste und stufte es als transnationale kriminelle Organisation ein. Laut Finanzministerium nutzte Russland A7 in den Jahren 2024 und 2025, um Zahlungen über internationale Banken abzuwickeln. Zur Verschleierung dienten Shell-Firmen, gefälschte Handelsdokumente und falsche Warenbeschreibungen. Das Gesamtvolumen der A7-Operationen übertraf 7,5 Billionen Rubel (etwa 91,5 Mrd. US-Dollar); im Januar 2026 verzeichnete das System eigenen Angaben zufolge mehr als 2.000 Transaktionen pro Tag. Schätzungen zufolge entfielen rund 13 % der russischen Außenhandelstransaktionen im Jahr 2025 auf A7. Die Sanktionen erfassen sämtliches Vermögen und Interessen des A7-Netzwerks in den USA oder unter US-Kontrolle, einschließlich Transaktionen mit Sub-Agenten, sowie alle juristischen Personen, die sich zu 50 % oder mehr im Besitz blockierter Personen befinden. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, das Hauptziel sei die Isolierung Irans und seiner Finanzpartner.
Hintergrund
Der Rubel-Stablecoin A7A5 wurde im Februar 2025 in Kirgisistan eingeführt und galt als erster an den russischen Rubel gebundener Stablecoin. Er ist nach Angaben der Financial Times durch Einlagen bei der Promsvyazbank gedeckt, einer russischen Bank, die die Verteidigungsindustrie bedient und bereits von den USA, Großbritannien und der EU sanktioniert ist. Der Token soll von dem flüchtigen moldauischen Oligarchen Ilan Shor geschaffen worden sein und wird über die ebenfalls in Kirgisistan gegründete Krypto-Börse Grinex abgewickelt. Die US-Sanktionen erstrecken sich zudem auf Sub-Agenten des Netzwerks und auf alle zu 50 % oder mehr im Besitz blockierter Personen befindlichen Einheiten.