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Bericht: Putin stellt Rückkehr an Verhandlungstisch in Bedingung – Abtretung der letzten von Ukraine kontrollierten Teile des Donbass

US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner haben ukrainischen Vertretern in Miami laut einem Bericht mitgeteilt, dass der Kreml einer Wiederaufnahme von Friedensgesprächen nur zustimmen werde, wenn Russland die unter ukrainischer Kontrolle stehenden Teile des Donbass erhält. Die US-Regierung setzt zugleich darauf, dass ein Abkommen über russischen Dieselkraftstoff und ein möglicher Stopp ukrainischer Angriffe auf russische Energieinfrastruktur Moskau an den Tisch zurückbringen könnten. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die einseitige Lockerung von Sanktionen gegen Russland zuvor als „unfair und unehrlich" kritisiert.

Das Wichtigste

  • Putin werde Friedensgespräche laut einer dem Kreml nahen Quelle nur aufnehmen, wenn Russland die verbleibenden etwa 11 % des Donbass unter ukrainischer Kontrolle erhält.
  • Diese Position übermittelten die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ukrainischen Vertretern in Miami.
  • Die USA setzen darauf, dass Vereinbarungen zu russischem Dieselkraftstoff und ein Ende ukrainischer Angriffe auf russische Energieinfrastruktur Moskau an den Verhandlungstisch bringen.
  • Die US-Strategie sieht vor, nach ukrainischen Zugeständnissen reziproke Schritte von Russland zu fordern.
  • Moskau hat noch keinen konkreten Friedensbedingungen zugestimmt.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte Trumps einseitige Sanktionserleichterung und die Erlaubnis russischer Dieselexporte „unfair und unehrlich".

Warum es wichtig ist

Der Bericht verknüpft ein US-russisches Energieabkommen unmittelbar mit dem Verlauf der Friedensverhandlungen über den Krieg in der Ukraine. Er benennt die offenbar von Russland gestellte Vorbedingung – den Erhalt der letzten ukrainisch kontrollierten Gebiete im Donbass, der innenpolitisch als Erfolg verkauft werden soll – und stellt ihr die US-Erwartung entgegen, durch Dieselabsprachen und ukrainische Zurückhaltung bei Angriffen auf russische Energieinfrastruktur Bewegung in die Gespräche zu bringen. Zugleich zeigt er eine scharfe transatlantische Kluft: Kiew und europäische Hauptstädte reagierten empört auf die Diesel-Vereinbarung.

Was geschehen ist

US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner haben nach Angaben des Berichts bei Verhandlungen in Miami gegenüber ukrainischen Vertretern eine dem Kreml nahe Quelle zitiert: Danach werde Wladimir Putin nur an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn Russland die verbleibenden Teile des Donbass erhalte, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen – nach Schätzung der Quelle etwa 11 % der Region. Diese Gebiete solle Moskau innenpolitisch als Sieg präsentieren können. Die US-Seite setze parallel darauf, dass ein Abkommen über russische Diesellieferungen und ein mögliches Ende ukrainischer Angriffe auf russische Energieinfrastruktur Moskau wieder an Gespräche heranführen könnten; die Strategie sehe vor, nach ukrainischen Konzessionen reziproke Schritte von Russland zu verlangen. Moskau habe bislang keinen konkreten Friedensbedingungen zugestimmt. Hintergrund ist die am 9. Oktober von US-Präsident Donald Trump bekanntgegebene Vereinbarung mit Putin über russische Dieselexporte auf amerikanische und Weltmärkte, die laut Bericht in der Ukraine und in europäischen Hauptstädten Empörung auslöste. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Trumps einseitige Sanktionserleichterung als „unfair und unehrlich". Die Ukraine beharrt auf territorialer Integrität und lehnt die Abtretung der noch unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiete wiederholt ab.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Der ukrainische Ausgangstext stellt den Reuters-Bericht in den Mittelpunkt und rückt Trumps Dieselabkommen mit Russland sowie die dadurch ausgelöste Empörung in den Vordergrund. Selenskyjs Reaktion auf die Sanktionserleichterung sowie der Hinweis auf ukrainisches Festhalten an territorialer Integrität bilden den Gegenpol zu der berichteten russischen Vorbedingung.

Wo die Berichte auseinandergehen

Im Material wird ein Kontrast sichtbar, der aus einer einzigen ukrainischen Quelle stammt: Während der Bericht als russische Vorbedingung die Übergabe der verbliebenen ukrainisch kontrollierten Teile des Donbass nennt, setzt die US-Seite – ebenfalls laut dieser Darstellung – eher auf eine Energievereinbarung und ukrainische Zurückhaltung bei Angriffen auf russische Energieinfrastruktur, um Moskau an den Tisch zu bringen.

Hintergrund

Am 9. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, er habe mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin gesprochen und eine Vereinbarung über russische Dieselexporte auf amerikanische und Weltmärzte erzielt. Die Ukraine hat russische Forderungen nach Abtretung der noch unter ihrer Kontrolle stehenden Teile des Donbass unter Verweis auf ihre territoriale Integrität wiederholt zurückgewiesen. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte Trumps einseitige Aufhebung von Sanktionen und die Erlaubnis für russische Dieselexporte öffentlich „unfair und unehrlich".