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Ehemaliger Oberbefehlshaber Syrskyj verteidigt Kursk-Operation im BBC-Interview

Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, hat in einem BBC-Interview die Kursk-Operation als erfolgreiches Manöver gerechtfertigt. Er erklärte, die drei eingesetzten Brigaden hätten die Lage bei Pokrovsk nicht verändern können, da Russland dort ein rund 100.000 Mann starkes Kontingent konzentriert hatte. Stattdessen habe die Richtung Sumy gewählt werden müssen, um die russischen Pläne zu durchkreuzen.

Das Wichtigste

  • Syrskyj bezeichnete die Kursk-Operation als erfolgreiches Manöver und notwendig, weil Russland zuvor auf nahezu allen 13 operativen Richtungen offensiv vorging.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj genehmigte den Beginn der Operation.
  • Innerhalb eines Monats eroberten die ukrainischen Streitkräfte 1.273 Quadratkilometer im Gebiet Kursk.
  • Drei Brigaden der ukrainischen Streitkräfte waren an der Operation beteiligt.
  • Syrskyj erklärte, eine Verlegung dieser Kräfte Richtung Pokrovsk hätte nichts geändert, weil Russland dort ein rund 100.000 Mann starkes Kontingent konzentriert hatte.
  • Die ukrainische Führung wählte die Richtung Sumy, um die russischen Pläne zu durchkreuzen.
  • Die Kursk-Operation stoppte die russischen Vorstöße auf allen operativen Richtungen außer Pokrovsk und steigerte nach Angaben Syrskyjs die Moral der ukrainischen Truppen erheblich.

Warum es wichtig ist

Das Interview liefert aus Sicht eines ranghohen früheren militärischen Befehlshabers eine Rechtfertigung für eine der folgenreichsten Operationen des Krieges. Es erläutert, warum drei Brigaden über die Grenze geschickt wurden, anstatt den umkämpften Sektor bei Pokrovsk zu verstärken, und macht zugleich geltend, dass die Ergebnisse an der Front die Grundlage für die politischen Verhandlungen bilden werden, die den Krieg eines Tages beenden.

Was geschehen ist

Oleksandr Syrskyj, ehemaliger Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, gab der BBC ein Interview, in dem er die Kursk-Operation als erfolgreiches Manöver darstellte. Er erläuterte, die Russen hätten vor der Operation auf praktisch allen 13 operativen Richtungen in der Ukraine offensiv vorgegangen, in einigen Fällen mit einem 4:1- bis 6:1-Mannschaftsvorteil. Im Raum Pokrovsk habe Russland ein nahezu 100.000 Mann starkes Kontingent konzentriert, weshalb die Verlegung der drei später in Kursk eingesetzten Brigaden dorthin keine Veränderung bewirkt hätte. Die ukrainische Führung habe sich stattdessen für die Richtung Sumy entschieden, um die russischen Pläne zu durchkreuzen. Nach Angaben Syrskyjs eroberten die ukrainischen Streitkräfte innerhalb eines Monats 1.273 Quadratkilometer im Gebiet Kursk, die russischen Vorstöße wurden auf allen operativen Richtungen außer Pokrovk gestoppt, und die ukrainischen Truppen erfuhren einen deutlichen Moralschub. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Beginn der Operation zuvor genehmigt.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die einzige ukrainischsprachige Quelle rückt das Interview in den Mittelpunkt, indem sie Syrskyjs Begründung für die Kursk-Operation herausstellt. Sie betont, dass die dort eingesetzten Brigaden die Lage bei Pokrovsk wegen der massiven russischen Truppenkonzentration nicht hätten verändern können, und stellt die taktischen Vorteile sowie den moralischen Effekt der Operation aus Sicht der ukrainischen Militärführung dar.

Hintergrund

Vor der Kursk-Operation gingen die russischen Streitkräfte auf nahezu allen 13 operativen Richtungen in der Ukraine in die Offensive, in einigen Fällen mit einem 4:1- bis 6:1-Mannschaftsvorteil. Im Raum Pokrovsk konzentrierte Russland ein rund 100.000 Mann starkes Kontingent, in der Richtung Sumy ein Kontingent von etwa 26.000 Mann, das nach dem Rückzug russischer Kräfte aus Teilen des benachbarten Gebiets Charkiw gebildet worden war. Präsident Wolodymyr Selenskyj genehmigte den Beginn der Kursk-Operation.