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Ukraine wirft Russland nach massivem Angriff auf Energieinfrastruktur Ablehnung des Energie-Waffenstillstands vor

Nach einem massiven russischen Raketen- und Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur der Ukraine hat Außenminister Andrij Sybiha am 14. Oktober erklärt, der Angriff sei eine Ablehnung des von den USA vorgeschlagenen Energie-Waffenstillstands durch Wladimir Putin. Bei dem nächtlichen Angriff mit 39 ballistischen Raketen und 128 Drohnen wurden in Kiew fünf Menschen getötet, alle Wärmekraftwerke der Hauptstadt und Dutzende weitere Energieanlagen beschädigt. Mehr als 600.000 Ukrainer waren ohne Strom.

Das Wichtigste

  • Außenminister Andrij Sybiha erklärte am 14. Oktober, der Angriff sei Putins Ablehnung des von den USA vorgeschlagenen Energie-Waffenstillstands.
  • Beim Angriff wurden 39 Raketen auf ballistischen Flugbahnen und 128 Drohnen eingesetzt.
  • Laut Premierminister Serhij Korezkyj traf Russland alle Wärmekraftwerke Kiews und weitere Energieanlagen.
  • Präsident Selenskyj zufolge wurden 26 Objekte des Stromkomplexes und 4 Objekte des Öl- und Gaskomplexes getroffen.
  • Fünf Menschen wurden in der Hauptstadt getötet.
  • Mehr als 600.000 Ukrainer waren ohne Strom.
  • Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow erklärte am 14. Oktober, Moskau habe noch keine konkreten Details zum Energie-Waffenstillstand erhalten.

Warum es wichtig ist

Sybiha deutet den Angriff als direkte Zurückweisung eines von den USA vermittelten Energie-Waffenstillstands und stellt damit die Friedensbemühungen Washingtons infrage. Mit der Beschädigung aller Wärmekraftwerke Kiews, Dutzender weiterer Strom- und vier Öl- und Gasanlagen sowie weitverbreiteten Stromausfällen steigt die humanitäre und energiewirtschaftliche Belastung vor dem Winter. Die Ukraine fordert von ihren Partnern als Reaktion stärkere Sanktionen und zusätzliche Luftabwehrsysteme.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 14. Oktober führte Russland einen der größten Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur seit Kriegsbeginn durch. Laut Luftwaffe wurden 39 Raketen auf ballistischen Flugbahnen und 128 Drohnen eingesetzt; das Hauptziel waren Energieanlagen, insbesondere in Kiew, dem Kiewer Gebiet und Charkiw. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von 26 getroffenen Objekten im Stromsektor und vier im Öl- und Gassektor; Premierminister Serhij Korezkyj erklärte, alle Wärmekraftwerke der Hauptstadt seien getroffen worden. Luftabwehrsysteme neutralisierten nach offiziellen Angaben vier Raketen und rund 90 Prozent der Drohnen. In Kiew wurden fünf Menschen getötet, ein Wohnhaus von einer Rakete getroffen, und mehr als 600.000 Ukrainer waren ohne Strom. DTEK meldete Notabschaltungen in fünf Stadtbezirken Kiews. Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff als offene Herausforderung Putins an die USA und als Verachtung jedes Friedensversuchs. Am selben Tag erklärte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow, Moskau habe zu dem von Trump am 11. Oktober angekündigten Energie-Waffenstillstand noch keine konkreten Details erhalten.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Lesart stellt den Angriff in einen diplomatischen Kontext: Sybiha wertet ihn als Signal Wladimir Putins an Washington, der die von Trump verkündete Waffenruhe bewusst unterlaufe. Ukrainische Amtsträger betonen, dieser offene Bruch einer vermeintlichen Vereinbarung erfordere eine klare Antwort der Partner — stärkere Sanktionen, deren striktere Durchsetzung und die sofortige Lieferung zusätzlicher Luftabwehrsysteme.

Hintergrund

Am 11. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit Wladimir Putin einen „Energie-Waffenstillstand“ angekündigt, der „ab sofort“ gelte und dem beide Seiten zugestimmt hätten. Die ukrainische Regierung erklärte, von dieser Vereinbarung zuvor nicht unterrichtet worden zu sein; laut Financial Times erfuhr die Ukraine erst dadurch davon. Am 14. Oktober sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow, Moskau habe noch keine konkreten Details zu dieser Waffenruhe erhalten. Der Angriff vom 14. Oktober mit 39 ballistischen Raketen und 128 Drohnen sowie nach Luftabwehrangaben vier abgefangenen Raketen und etwa 90 Prozent neutralisierten Drohnen erfolgte vor diesem Hintergrund.