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EU verlängert Russland-Sanktionen nur um sieben Tage – Streit um Fridman und Usmanov

Der EU-Ausschuss der Ständigen Vertreter (Coreper) hat die Sanktionen wegen Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine am 14. September nur um sieben Tage bis zum 22. September verlängert. Grund ist der Widerstand der Slowakei und Frankreichs, die die Streichung der Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow von der Sanktionsliste fordern. Gelingt bis zum 22. September keine Einigung, droht das Auslaufen des gesamten Sanktionsregimes.

Das Wichtigste

  • Coreper verlängerte das Sanktionsregime am 14. September in Brüssel um nur sieben Tage bis Mitternacht am 22. September.
  • Die Slowakei besteht auf der Streichung von Michail Fridman von der Sanktionsliste.
  • Frankreich schloss sich am 11. September der Forderung an, Alischer Usmanow von der Liste zu nehmen.
  • Auf der Liste stehen unter anderem Wladimir Putin und der russische Außenminister Sergej Lawrow.
  • Bereits am 11. September konnten sich die EU-Botschafter wegen der slowakischen und französischen Änderungswünsche nicht auf eine Verlängerung einigen.
  • Letzte Verlängerung des persönlichen Sanktionsregimes war am 14. März, damals hatte die Slowakei ebenfalls bis zuletzt auf die Streichung von Fridman und Usmanov gedrängt.

Warum es wichtig ist

Die ungewöhnlich kurze Verlängerung um nur eine Woche zeigt einen ernsten internen Konflikt unter den EU-Mitgliedstaaten über das Sanktionsregime gegen Russland. Wenn bis zum 22. September kein Konsens erzielt wird, könnten die Sanktionen gegen hochrangige russische Amtsträger auslaufen – darunter Wladimir Putin und Sergej Lawrow. Das Bemühen der Slowakei und Frankreichs, einzelne Oligarchen von der Liste zu streichen, könnte die gesamte Sanktionsarchitektur der EU untergraben.

Was geschehen ist

Am 14. September verlängerte der EU-Ausschuss der Ständigen Vertreter (Coreper) in Brüssel das Sanktionsregime wegen Verletzung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine lediglich um sieben Tage bis Mitternacht am Dienstag, dem 22. September. Eine längere Verlängerung scheiterte am Widerstand der Slowakei, die die Streichung der Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow verlangt, sowie Frankreichs, das sich am 11. September der Forderung zur Streichung Usmanows anschloss. Bereits am 11. September war es den EU-Botschaftern nicht gelungen, sich auf eine Verlängerung der persönlichen Sanktionen zu einigen. Auf der Sanktionsliste stehen neben anderen russischen Amtsträgern auch Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow. Diplomaten äußerten die Hoffnung, dass innerhalb der Sieben-Tage-Frist ein Konsens erzielt werden kann.

Hintergrund

Die letzte Verlängerung des persönlichen Sanktionsregimes wurde am 14. März beschlossen. Damals hatte die Slowakei ebenfalls bis zuletzt darauf gedrängt, Fridman und Usmanov von der Liste zu entfernen. Usmanov steht seit Februar 2022 unter EU-Sanktionen; die EU stuft ihn als Person mit besonders engen Verbindungen zu Wladimir Putin ein, die russische Amtsträger unterstützt habe. Usmanov hat seine Aufnahme in die Sanktionsliste vor europäischen Gerichten angefochten. Die irische EU-Ratspräsidentschaft hat die Erneuerung der Sanktionslisten als Priorität zur Schwächung der russischen Kriegsmaschinerie bezeichnet. Kroatien und Italien unterstützen laut Financial Times ebenfalls die Streichung Usmanows und suchen einen Kompromiss.