Selenskyj rät Trump, China in Bemühungen zur Beendigung des Krieges einzubeziehen
Auf einer Pressekonferenz in New York am 22. September hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj US-Präsident Donald Trump empfohlen, den chinesischen Staatschef Xi Jinping in die Bemühungen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges einzubeziehen. Selenskyj begründete dies mit dem Einfluss Xis auf den russischen Machthaber Wladimir Putin. Zudem erklärte er seine Bereitschaft zu einem direkten Treffen mit Putin und nannte konkrete Punkte aus seinem Gespräch mit Trump.
Das Wichtigste
- Selenskyj hielt am 22. September in New York eine Pressekonferenz nach einem Treffen mit Trump ab.
- Er empfahl Trump, Xi Jinping wegen dessen Einfluss auf Putin in die Kriegsbemühungen einzubeziehen.
- Trump war für den 23. September ein Treffen mit Xi auf der Joint Base Andrews geplant.
- Selenskyj erklärte sich bereit, Putin zu treffen; Trump könnte nach seinen Worten ein trilaterales Treffen organisieren.
- Die USA werden Selenskyj zufolge den ukrainischen Vorschlag für eine Energie-Waffenruhe an Russland übermitteln.
- Trump zeigte sich laut Selenskyj „positiv eingestellt" gegenüber Lizenzen für die Produktion von Patriot-Raketen für die Ukraine.
Warum es wichtig ist
Die Empfehlung Selenskyjs an Trump signalisiert, dass Kiew seine diplomatischen Hebel über die USA hinaus erweitern und China als möglichen Vermittler einbeziehen möchte – ein bemerkenswertes diplomatisches Signal kurz vor dem geplanten Trump-Xi-Treffen. Gleichzeitig zeigt Selenskyjs Bereitschaft zu einem direkten Treffen mit Putin die Offenheit Kiews für unterschiedliche Formate, einschließlich eines trilateralen Treffens. Konkrete Sicherheitsaspekte wie ein Energie-Waffenstillstand und Patriot-Produktionslizenzen zeigen, dass über Grundsatzgespräche hinaus auch operative Punkte mit Trump erörtert wurden.
Was geschehen ist
Am 22. September hielt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in New York eine Pressekonferenz ab, nachdem er dort US-Präsident Donald Trump getroffen hatte. Er erklärte, der Krieg betreffe nicht nur die Ukrainer, sondern auch Europa und die ganze Welt, und die Europäer sprächen erstmals offen über das wachsende Risiko russischer Aggression gegen andere Länder; Putin versuche, die Europäer einzuschüchtern. Selenskyj empfahl Trump, den chinesischen Staatschef Xi Jinping in die Bemühungen zur Beendigung des Krieges einzubeziehen, da Xi Einfluss auf Putin habe. Trump war für den 23. September ein Treffen mit Xi auf der Joint Base Andrews geplant. Selenskyj erklärte sich zudem bereit, sich mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin zu treffen, und sagte, Trump könne ein trilaterales Treffen organisieren helfen. Nach seinen Worten werden die USA den ukrainischen Vorschlag für eine Energie-Waffenruhe an Russland übermitteln. Außerdem zeige sich Trump „positiv eingestellt" gegenüber der Erteilung von Lizenzen für die Produktion von Patriot-Raketen an die Ukraine.
Hintergrund
Die Pressekonferenz Selenskyjs in New York folgte auf sein Treffen mit Trump am 22. September.