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Selenskyj offen für Dreiertreffen mit Trump und Putin beim G20-Gipfel in Miami

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte bei einem Briefing in New York, der G20-Gipfel im Dezember in Miami könne ein Ort für ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland sein. Die Ukraine sei bereit, ein solches Format zu unterstützen, sofern eine entsprechende Vereinbarung getroffen werde. Unterdessen bestätigte US-Außenminister Marco Rubio, dass Wladimir Putin eingeladen wurde; laut Bloomberg will Putin den Gipfel jedoch wahrscheinlich auslassen und hat ein entsprechendes Treffen bereits abgelehnt.

Das Wichtigste

  • Selenskyj sagte am 23. September nach seiner Rede bei der UN-Generalversammlung, das G20-Format biete eine der besten Chancen für ein produktives trilaterales Treffen.
  • Er knüpfte die ukrainische Teilnahme an die Bedingung, dass auch Putin am Gipfel in Miami (14.–15. Dezember) teilnimmt.
  • US-Außenminister Marco Rubio bestätigte, dass Putin zum G20-Gipfel eingeladen wurde, und äußerte die Hoffnung auf Annahme der Einladung.
  • Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am 24. September, Russland sei dankbar für die Einladung; die Frage der Teilnahme werde über diplomatische Kanäle geprüft.
  • Laut Bloomberg wird Putin den G20-Gipfel in den USA wahrscheinlich nicht besuchen.
  • Putin hat nach vorliegenden Informationen das Angebot Selenskyjs zu Verhandlungen am Rande des G20 bereits abgelehnt.
  • Trump äußerte am 22. September öffentlich Unsicherheit darüber, ob Putin einer Dreierbegegnung mit Selenskyj in Miami zustimmen werde.

Warum es wichtig ist

Ein trilaterales Treffen SelenskyjTrumpPutin am Rande des G20 wäre eine deutliche Ausweitung der direkten diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges. Die positive Reaktion des Kremls auf die Einladung steht im Widerspruch zu Berichten, wonach Putin das Treffen bereits abgelehnt hat – das verdeutlicht die Unsicherheit über die russische Teilnahme. Selenskyj band seine Teilnahme an die Anwesenheit Putins, wodurch die ukrainische diplomatische Haltung direkt von der Entscheidung Moskaus abhängt.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 23. September bei einem Briefing in New York nach seiner Rede vor der UN-Generalversammlung, der für Dezember in Miami geplante G20-Gipfel könne ein Ort für ein trilaterales Treffen mit den USA und Russland sein. Er bezeichnete den Vorschlag der US-Seite, insbesondere von Präsident Donald Trump, als eine der besten Möglichkeiten für ein Dreiertreffen mit konkretem Ergebnis und betonte die breite G20-Präsenz europäischer Partner, Chinas, Indiens und von Staaten des Nahen Ostens als günstigen Faktor. Selenskyj sagte zugleich, die Ukraine werde ein solches Format nur unterstützen, wenn eine entsprechende Vereinbarung erzielt werde, und knüpfte seine eigene Teilnahme an Miami an die Teilnahme Putins. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte, dass Putin zum Gipfel eingeladen wurde, und äußerte die Hoffnung, dass die Einladung angenommen werde. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am 24. September, Russland sei dankbar für die Einladung; die endgültige Entscheidung werde über diplomatische Kanäle geprüft. Gleichzeitig berichtete Bloomberg, Putin werde den G20-Gipfel in den USA wahrscheinlich nicht besuchen, und Selenskyjs zuvor unterbreitetes Angebot für Verhandlungen am Rande des G20 sei bereits abgelehnt worden. Trump hatte bereits am 22. September bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj und in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung Unsicherheit über Putins Bereitschaft zur Teilnahme an einer solchen Begegnung geäußert.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen stellen Selenskyjs Erklärung als zentrale Nachricht heraus und betonen die Bereitschaft der Ukraine, ein trilaterales Format zu unterstützen, sofern eine Einigung erzielt wird. Sie verbinden diese Offenheit mit mahnenden Hinweisen: Trumps eigene Unsicherheit über Putins Teilnahme, der Bloomberg-Bericht über ein wahrscheinliches Fernbleiben Putins sowie die Information, dass Putin das Treffen bereits abgelehnt habe. Zudem unterstreichen sie Selenskyjs Argument, dass die breite G20-Vertretung – europäische Partner, China, Indien, Staaten des Nahen Ostens – Verhandlungen produktiver machen könnte.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen bei den genauen Daten und beim Ort des G20-Gipfels leicht voneinander ab: Während eine Quelle den Gipfel im Dezember in Miami verortet, nennt eine andere die genauen Daten 14.–15. Dezember in Miami – diese präzisen Angaben sind nur in einem der beiden Quellen zu finden. Wesentlicher ist der Widerspruch zur mutmaßlichen russischen Teilnahme: Rubio äußerte Hoffnung auf Annahme der Einladung, und der Kreml reagierte positiv, während Bloomberg berichtet, Putin werde den Gipfel wahrscheinlich auslassen, und weitere Quellen festhalten, dass Putin Selenskyjs Vorschlag für Verhandlungen am Rande des G20 bereits abgelehnt habe.

Hintergrund

Der G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ist für Dezember in Miami geplant; eine Quelle nennt den 14.–15. Dezember als konkreten Termin. Selenskyjs Erklärung erfolgte am 23. September nach seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor mitgeteilt, dass Putin eingeladen worden sei, und die Hoffnung auf Annahme geäußert. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am 24. September, Russland sei dankbar für die Einladung; die Frage der Teilnahme werde über diplomatische Kanäle geprüft. Trump hatte am 22. September sowohl bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj als auch in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung über eine mögliche Teilnahme Putins an der „großen Veranstaltung in Miami“ gesprochen und zugleich angedeutet, dass das Kriegsende schneller kommen werde als erwartet; dabei erwähnte er auch mögliche zusätzliche Sanktionen gegen Russland und dessen Partner auf dem Ölmarkt. Bloomberg hatte zuvor berichtet, Putin werde den G20-Gipfel in den USA wahrscheinlich nicht besuchen.