Russlands Außenministerium kündigt weitere massive Angriffe auf Kiew an und warnt ausländische Diplomaten
Das russische Außenministerium erklärte am 3. Oktober, die russischen Streitkräfte würden ihre massiven Vergeltungsschläge gegen die Ukraine, einschließlich Kiew, fortsetzen. Gleichzeitig warnte es ausländische Bürger und diplomatische Vertretungen vor „tödlicher Gefahr“. Westliche Diplomaten erwägen laut The Guardian eine Verlegung ihrer Botschaften nach Lwiw oder Ostpolen. Das ukrainische Außenministerium wies entsprechende Gerüchte zurück.
Das Wichtigste
- Russlands Außenministerium kündigte am 3. Oktober an, die russischen Streitkräfte würden weiterhin massive Schläge gegen die Ukraine, einschließlich Kiew, ausführen.
- Das Ministerium warnte ausländische Bürger und diplomatische Vertretungen vor „tödlicher Gefahr“ und forderte sie auf, Kiew zu verlassen und nicht in die Ukraine zu reisen.
- Es erklärte, die „Verantwortung für mögliche negative Folgen liegt vollständig bei denen, die diese Warnung ignorieren“.
- Laut The Guardian vom 2. Oktober diskutieren westliche Diplomaten privat Pläne, Botschaften nach Lwiw oder nach Ostpolen zu verlegen.
- Der ukrainische Außenamtssprecher Heorhiy Tykhyi wies Gerüchte über Botschaftsverlegungen zurück: Das Ministerium habe keine entsprechenden Anfragen oder Mitteilungen erhalten.
- Am 2. Oktober schlug eine Drohne die Pivdennyi-Brücke (Südbrücke) in Kiew.
- Für den 4. Oktober werden ausländische Delegationen in Kiew erwartet; der ukrainische Staatsschutz (UDO) kündigte Verkehrseinschränkungen an.
Warum es wichtig ist
Die russische Erklärung ist eine ausdrückliche Ankündigung weiterer schwerer Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt und verschärft die Bedrohungslage für Zivilbevölkerung und Infrastruktur. Die an diplomatische Vertretungen gerichtete Warnung könnte deren Arbeit in Kiew und die internationale Präsenz in der Ukraine beeinträchtigen. Berichte, wonach westliche Diplomaten eine Verlegung ihrer Botschaften erwägen, veranschaulichen die konkreten Auswirkungen der zunehmenden Angriffe auf den diplomatischen Betrieb. Die ukrainische Dementi zeigt eine Diskrepanz zwischen westlichen Medienberichten und der offiziellen ukrainischen Position.
Was geschehen ist
Das russische Außenministerium veröffentlichte am 3. Oktober eine Erklärung, wonach die russischen Streitkräfte ihre massiven Vergeltungsschläge gegen die Ukraine, einschließlich Kiew, fortsetzen werden. Ausländische Bürger und Angehörige diplomatischer Vertretungen wurden vor „tödlicher Gefahr“ gewarnt und aufgefordert, Kiew zu verlassen und nicht in die Ukraine zu reisen. Das Ministerium erklärte, die Verantwortung für mögliche Folgen liege bei jenen, die die Warnung ignorierten. Am Tag zuvor hatte The Guardian berichtet, westliche Diplomaten diskutierten privat eine mögliche Verlegung ihrer Botschaften nach Lwiw oder nach Ostpolen angesichts der zunehmenden russischen Angriffe auf Kiew. Das ukrainische Außenministerium erklärte, es habe keine entsprechenden Anfragen oder Mitteilungen von ausländischen Vertretungen erhalten. Am 2. Oktober hatte eine Drohne die Pivdennyi-Brücke (Südbrücke) in Kiew getroffen. Für den 4. Oktober werden ausländische Delegationen in Kiew erwartet, woraufhin der ukrainische Staatsschutz Verkehrseinschränkungen in Kiew und im Umland ankündigte.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung stellt die Erklärung des russischen Außenministeriums in den Mittelpunkt und rahmt sie als bewusste Eskalation und Einschüchterung. Hervorgehoben wird zudem die offizielle ukrainische Dementi der Gerüchte über Botschaftsverlegungen, die eine ruhige, kontrollierte Position der ukrainischen Seite dem russischen Signal gegenüberstellt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Während The Guardian (über Artikel 48327) berichtete, westliche Diplomaten diskutierten privat eine Verlegung von Botschaften nach Lwiw oder Ostpolen, wies der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhiy Tykhyi, dies zurück: Das Ministerium habe keine Anfragen oder Mitteilungen von ausländischen diplomatischen Vertretungen erhalten.
Hintergrund
Die Gespräche westlicher Diplomaten über mögliche Botschaftsverlegungen waren am 2. Oktober bekannt geworden, einen Tag vor der öffentlichen Warnung des russischen Außenministeriums. Am selben Tag traf eine Drohne die Pivdennyi-Brücke (Südbrücke) in Kiew – Teil der verstärkten russischen Angriffe, die die diplomatischen Sorgen auslösten.