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US-Senatoren beider Parteien fordern Trump zur Rücknahme der russischen Diesel-Erlaubnis auf

Sieben Senatorinnen und Senatoren der Republikaner und Demokraten haben am Sonntag eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie Präsident Donald Trump auffordern, seine Entscheidung zur Einfuhr russischen Dieselkraftstoffs rückgängig zu machen. Sie argumentieren, der Schritt verstoße gegen ein Gesetz des Kongresses aus dem Jahr 2022 zum Verbot russischer Energieimporte und sei ohne die vorgeschriebene Konsultation des Kongresses getroffen worden.

Das Wichtigste

  • Sieben US-Senatoren beider Parteien unterzeichneten die Erklärung: Jeanne Shaheen, Susan Collins, Richard Blumenthal, Lisa Murkowski, Ron Wyden, Thom Tillis und John Curtis.
  • Die Senatoren argumentieren, Trumps Entscheidung widerspreche direkt dem Gesetz des Kongresses aus dem Jahr 2022, das Importe russischer Energieressourcen verbietet.
  • Die Senatoren werfen der Regierung vor, den Kongress nicht konsultiert und keine gesetzlich vorgeschriebene Begründung geliefert zu haben.
  • Die Senatoren erklärten, die USA dürften ihm keine finanzielle Lebensadergrundlage geben, solange Russland ukrainische Zivilisten töte.
  • Am 9. Oktober hatte Trump angekündigt, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Vereinbarung über russische Diesellieferungen auf den amerikanischen und Weltmarkt getroffen zu haben.
  • Das US-Finanzministerium hat eine allgemeine Genehmigung erteilt, die Transaktionen mit russischem Diesel bis zum 7. April 2027 erlaubt; der Deal umfasst Berichten zufolge rund 5 Millionen Tonnen Diesel.

Warum es wichtig ist

Eine überparteiliche Gruppe von US-Gesetzgebern stellt eine energiepolitische Entscheidung des Präsidenten auf rechtlicher und politischer Grundlage öffentlich in Frage. Der Streit dreht sich darum, ob die Maßnahme der Regierung gegen das Gesetz des Kongresses aus dem Jahr 2022 zum Verbot russischer Energieimporte verstößt. Das US-Finanzministerium hat eine allgemeine Genehmigung erteilt, die russische Diesellieferungen bis zum 7. April 2027 erlaubt – was Fragen zum Umfang der politischen Änderung aufwirft. Mitglieder des Kongresses beider Parteien haben gesetzgeberische Gegenmaßnahmen vorgeschlagen, was auf einen möglichen institutionellen Konflikt mit der Exekutive hindeutet.

Was geschehen ist

Am Sonntag veröffentlichten sieben US-Senatoren beider Parteien eine gemeinsame Erklärung, in der sie Präsident Donald Trump aufforderten, seine Entscheidung zur Erlaubnis russischer Dieselimporte rückgängig zu machen. Die Senatoren argumentierten, der Kongress habe 2022 Importe russischer Energieressourcen verboten, um eine Finanzierung von Putins Krieg gegen die Ukraine mit amerikanischen Dollars zu verhindern, und betonten, dass dieses Verbot an Bedingungen hinsichtlich der russischen Aggression gegen die Ukraine und der Drohungen gegen NATO-Verbündete geknüpft sei. Sie erklärten, Trumps Entscheidung widerspreche diesem Gesetz direkt, da sie ohne die vorgeschriebene Konsultation des Kongresses und ohne gesetzlich erforderliche Begründung getroffen worden sei. Die Erklärung wurde über den Pressedienst des US-Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen veröffentlicht.

Hintergrund war Trumps Ankündigung vom 9. Oktober, er habe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und eine Vereinbarung über russische Diesellieferungen auf den amerikanischen und Weltmarkt erzielt; der Deal umfasst Berichten zufolge rund 5 Millionen Tonnen Diesel. Das US-Finanzministerium erließ daraufhin eine eigene Generalgenehmigung (OFAC) des Amtes für die Kontrolle von Auslandsvermögen, die Transaktionen mit russischem Diesel bis zum 7. April 2027 erlaubt. US-Senatoren beider Parteien schlugen gesetzgeberische Gegenmaßnahmen vor; am 11. Oktober kündigte der republikanische Abgeordnete Brian Fitzpatrick einen überparteilichen Gesetzentwurf mit dem Titel Ronald Reagan Peace Through Strength Act an, der Käufe russischen Öls blockieren soll.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung stellt die scharfe Kritik von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den Mittelpunkt und betont, dass der Diesel-Deal eine offensichtliche Schwäche darstelle, die Russland nütze. Ukrainische Quellen heben den Vorwurf hervor, die USA hätten die parallel laufenden Miamier Gespräche mit der ukrainischen Delegation – an der David Arakhamia, Rustem Umerow, Kyrylo Budanow und sein Stellvertreter Serhij Kyslyzja teilnahmen – als Deckmantel für die Vereinbarung mit Russland benutzt. Die Berichterstattung stellt den angeblichen russischen Angriff auf das Heizkraftwerk TEC-5 in Charkiw am Abend der Ankündigung eines Energieeffekts durch Trump als unmittelbaren Bruch dieses Waffenstillstands dar und präsentiert die Senatserklärung sowie den Ronald Reagan Peace Through Strength Act als Teil eines innenpolitischen amerikanischen Gegenwindns gegen die Vereinbarung.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen unterscheiden sich in der Rahmung der ukrainischen Angriffe auf russische Energieinfrastruktur: Einige Darstellungen beschreiben sie als Reaktion auf russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur, während US-Berichte (zitiert von Reuters) dieselben Angriffe als Auslöser für Trumps Hinwendung zu Russland in der Diesel-Frage darstellen. Eine ukrainische Darstellung wirft den USA vor, die Miamier Gespräche als Deckmantel für den Diesel-Deal benutzt zu haben – eine Charakterisierung, die im Widerspruch zur US-Rahmung einer Energieeffekts-Vereinbarung steht.

Hintergrund

Im Jahr 2022 verbot der US-Kongress Importe russischer Energieressourcen, geknüpft an Bedingungen zur russischen Aggression gegen die Ukraine und zu Drohungen gegen NATO-Verbündete. Am 9. Oktober gab Präsident Trump bekannt, er habe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen und eine Vereinbarung über russische Diesellieferungen auf den amerikanischen und Weltmarkt erzielt. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums erließ eine befristete Generalgenehmigung, die Transaktionen mit russischem Diesel bis zum 7. April 2027 erlaubt. Der Deal umfasst Berichten zufolge rund 5 Millionen Tonnen Diesel. Am 10. Oktober endeten US-geführte Gespräche in Miami mit ukrainischen, europäischen und NATO-Vertretern über ein Kriegsende vorzeitig; während des Trump-Putin-Anrufs hielt sich eine ukrainische Delegation in Miami auf. Am 10. Oktober sagte Trump öffentlich, die Ukraine brauche eine neue Führung, die in der Lage sei, den Krieg zu beenden, und warf Präsident Selenskyj vor, Gelegenheiten zur Beendigung der Kämpfe nicht genutzt zu haben. Am 11. Oktober kündigte Trump einen Energieeffekt an; Selenskyj erklärte, dies sei ihm neu, und der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha meldete, Russland habe am Abend das Heizkraftwerk TEC-5 in Charkiw getroffen. Die Europäische Union erklärte, es sei nicht an der Zeit, den Druck auf Russland zu verringern, und Europa werde dies nicht tun. Das Institute for the Study of War (ISW) charakterisierte den Trump-Putin-Deal als einseitige Konzession an den Kreml. Am 11. Oktober kündigte der republikanische Abgeordnete Brian Fitzpatrick einen überparteilichen Gesetzentwurf mit dem Titel Ronald Reagan Peace Through Strength Act an, der Käufe russischen Öls blockieren soll.