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Ukrainischer Ministerpräsident Korezkyj: 17 von 42 Verpflichtungen für internationale Finanzierung erfüllt

Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj hat am 30. September mitgeteilt, dass die Regierung 17 von 42 geplanten Beschlüssen erfüllt hat, die Voraussetzung für die Freigabe internationaler Partnerfinanzierungen sind. Die übrigen Entscheidungen sollen bis zum 15. Oktober abgeschlossen werden. Für den 12. Oktober wurde eine außerordentliche Sitzung der Werchowna Rada einberufen, um die nötigen Gesetzentwürfe zu behandeln.

Das Wichtigste

  • Korezkyj erklärte am 30. September, die Regierung habe 17 von 42 vorgesehenen Beschlüssen umgesetzt.
  • Die restlichen Entscheidungen sollen bis zum 15. Oktober abgeschlossen werden.
  • Am 30. September verabschiedete das Kabinett vier zusätzliche Beschlüsse zur Erfüllung seiner Verpflichtungen.
  • Für den 12. Oktober wurde eine außerordentliche Sitzung der Werchowna Rada zur Beratung der nötigen Gesetzentwürfe einberufen.
  • Korezkyj warnte vor dem Risiko, 29,5 Milliarden US-Dollar an internationaler Hilfe wegen Verzögerungen bei den Gesetzentwürfen nicht zu erhalten.
  • Am 16. September hatte die Werchowna Rada bereits sieben der kritisch nötigen Gesetzentwürfe in erster Lesung angenommen.
  • Die Regierung sei in einen Modus maximaler Sparsamkeit gewechselt und habe alle nicht prioritären Ausgaben verschoben – das allein reiche jedoch nicht aus.

Warum es wichtig ist

Die Erfüllung der 42 Verpflichtungen ist Voraussetzung für den Erhalt von 29,5 Milliarden US-Dollar an internationaler Partnerhilfe, auf die der ukrainische Haushalt angewiesen ist. Ein Verfehlen der Frist bis zum 15. Oktober würde die Finanzierung von Verteidigung, staatlicher Stabilität und der Fähigkeit zum Widerstand gegen die russische Invasion gefährden. Die für den 12. Oktober anberaumte außerordentliche Parlamentssitzung erhöht den politischen Druck auf die Abgeordneten in einer ohnehin als angespanntesten seit 2022 beschriebenen Haushaltslage.

Was geschehen ist

Ministerpräsident Serhij Korezkyj erklärte am 30. September, das Kabinett habe 17 von 42 vorgesehenen Beschlüssen umgesetzt, die zur Freigabe internationaler Partnerfinanzierung erforderlich sind. Am selben Tag verabschiedete die Regierung vier weitere Beschlüsse in Erfüllung dieser Verpflichtungen. Die übrigen Entscheidungen sollen bis zum 15. Oktober abgeschlossen werden. Korezkyj kündigte an, eine außerordentliche Sitzung der Werchowna Rada für den 12. Oktober einzuberufen, um die nötigen Gesetzentwürfe zu behandeln, und warnte vor dem Risiko, 29,5 Milliarden US-Dollar an internationaler Hilfe wegen Verzögerungen nicht zu erhalten. Er stellte zugleich fest, dass die Regierung in einen Modus maximaler Sparsamkeit gewechselt und alle nicht prioritären Ausgaben verschoben habe, betonte jedoch, dies allein reiche nicht aus.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen stellen die Mitteilung des Ministerpräsidenten als innenpolitische Rechenschaftsablage dar. Im Mittelpunkt stehen die 17 von 42 erledigten Beschlüsse, die Frist 15. Oktober und die außerordentliche Parlamentssitzung am 12. Oktober. Die Berichterstattung verknüpft die Reformverpflichtungen mit der Frage der Verteidigungsfähigkeit und des staatlichen Widerstands gegen Russland und zitiert ausschließlich ukrainische Amtsträger.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen unterscheiden sich in der Schreibweise des Namens des Ministerpräsidenten – teils als „Koretskyj", teils als „Koretskyi". Beim Datum der angestrebten Sondersitzung der Werchowna Rada geben die meisten Quellen den 12. Oktober an, eine Quelle nennt den 13. Oktober als geplanten Rückkehrtermin der Abgeordneten nach der Pause.

Hintergrund

Am 24. August hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj das Haushaltsdefizit für die Armee auf 27 Milliarden US-Dollar beziffert; Verteidigungsminister Jewhenij Chmara bestätigte die Zahl am 29. August. Am 1. September kündigte Ministerpräsident Korezkyj einen strikten Sparmodus für nicht verteidigungsbezogene Mittel an. Am 2. September meldete die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Roksolana Pidlas, für Januar bis August 2026 seien 33,1 Milliarden Hrywnja weniger Einnahmen eingegangen als geplant. Am 4. September erklärte Finanzminister Serhij Martschenko, die Haushaltslage sei so angespannt wie seit dem Beginn der russischen Vollinvasion 2022 nicht mehr. Am 14. September warnte Korezkyj vor dem Risiko, 29,5 Milliarden US-Dollar zu verlieren. Am 15. September übersandten die EU-Kommissare Valdis Dombrovskis und Marta Kos den Abgeordneten eine Liste nötiger Gesetze. Am 16. September verabschiedete die Werchowna Rada sieben dieser Gesetzentwürfe in erster Lesung und ging in eine fast einmonatige Pause; Abgeordnete sollten ursprünglich am 13. Oktober zurückkehren. Am 25. September berichtete Korezkyj von einer Sitzung mit dem Verteidigungsministerium zur Schließung der zusätzlichen Verteidigungslücke von 27 Milliarden US-Dollar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hatten die Bedeutung von Reformen für weitere Finanzierung und EU-Integration betont.