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Selenskyj trifft IWF-Chefin Georgieva in New York – IWF will bei der Suche nach Finanzmitteln für 2027 helfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York die geschäftsführende IWF-Direktorin Kristalina Georgiewa getroffen. Selenskyj erklärte anschließend, der IWF werde der Ukraine helfen, einen Teil der für die finanzielle Stabilität 2027 benötigten Mittel zu finden. Er informierte Georgiewa über die Sicherheitslage und veränderte russische Luftangriffstaktiken und kündigte an, die Werchowna Rada werde die noch ausstehenden Gesetze für die Finanzhilfe bis Jahresende verabschieden.

Das Wichtigste

  • Treffen zwischen Selenskyj und Georgiewa am Dienstag, 22. September 2026, am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York
  • Selenskyj: Der IWF wird helfen, einen Teil der für die finanzielle Stabilität der Ukraine 2027 benötigten Mittel zu finden
  • Die Werchowna Rada hat bereits über einen Teil der für die Finanzhilfe erforderlichen Gesetze abgestimmt; die übrigen sollen bis Jahresende verabschiedet werden
  • Selenskyj informierte Georgiewa über die Sicherheitslage und die veränderte russische Luftangriffstaktik, die auf die Lähmung von Wirtschaft und Staat abzielt
  • In New York führte Selenskyj zudem Gespräche mit der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump
  • EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, nach Fortschritten bei Reformen in der Werchowna Rada werde die Ukraine zusätzliche Budgetfinanzierung erhalten; bis Ende 2026 stünden 37 Mrd. Euro zur Verfügung
  • Am 15. September genehmigte die ukrainische Regierung den Entwurf des Staatshaushalts 2027 mit fast 5 Bio. Hrywnja für Sicherheit und Verteidigung – Rekordniveau

Warum es wichtig ist

Die Ukraine steht 2027 vor einem erheblichen Haushaltsdefizit; internationale Hilfe verzögert sich, und über 32 Mrd. Dollar der geplanten Mittelzuflüsse sind bislang nicht bestätigt. Eine Zusage des IWF, bei der Suche nach Finanzmitteln zu helfen, ist daher für die fiskalische Stabilität des Landes von materieller Bedeutung.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am Dienstag, 22. September 2026, am Rande der hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung in New York die geschäftsführende IWF-Direktorin Kristalina Georgiewa. Nach dem Gespräch erklärte Selenskyj über seine Social-Media-Kanäle, der IWF werde der Ukraine helfen, einen Teil der für ihre finanzielle Stabilität im Jahr 2027 benötigten Mittel zu finden. Er informierte Georgiewa über die Sicherheitslage und die veränderte russische Luftangriffstaktik, die nicht nur Menschenleben, sondern auch die Funktionsfähigkeit von Wirtschaft und Staat treffen solle. Selenskyj bedankte sich beim IWF für dessen Entscheidung und bezeichnete jeden Schritt der wirtschaftlichen Unterstützung als Schutz der Ukrainer. Im Gespräch wurde zudem die Bedeutung der Verabschiedung von Gesetzen durch die Werchowna Rada betont, die zu den ukrainischen Verpflichtungen gegenüber Partnern gehören. Selenskyj erklärte, die Werchowna Rada habe bereits über Teile der erforderlichen Entscheidungen abgestimmt; die übrigen für die finanzielle Unterstützung notwendigen Gesetze würden bis Jahresende verabschiedet. In New York führte Selenskyj außerdem Gespräche mit der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump. Nach dem Gespräch mit von der Leyen kündigte Selenskyj an, die Ukraine und die EU würden zusätzliche Wege der finanziellen Unterstützung ausarbeiten.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen rücken die innenpolitischen Voraussetzungen für die Freischaltung externer Finanzmittel in den Vordergrund. Sie betonen wiederholt, dass die Werchowna Rada bereits über Teile der erforderlichen Gesetzgebung abgestimmt habe und die restlichen, für die finanzielle Unterstützung notwendigen Gesetze bis Jahresende verabschiedet würden. Damit wird die parlamentarische Reformagenda als entscheidender Hebel für den Erhalt internationaler Hilfe dargestellt.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die internationale Agenturquelle (APA, Aserbaidschan) rahmt den Bericht enger um das Kernergebnis – die Zusage des IWF, der Ukraine bei der Suche nach einem Teil der für das kommende Jahr benötigten Mittel zu helfen –, ohne die parlamentarischen Reformbedingungen weiter auszuführen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen hinsichtlich des genauen Datums des Treffens Selenskyj–Georgiewa voneinander ab: Die meisten Berichte verorten es auf Dienstag, den 22. September 2026, im Rahmen der hochrangigen Woche der 81. UN-Generalversammlung. Frühere Berichte sprechen lediglich von einem Treffen während der UN-Generalversammlungswoche in New York, ohne ein konkretes Datum zu nennen.

Hintergrund

Am 15. September 2026 hatte die ukrainische Regierung den Entwurf des Staatshaushalts 2027 gebilligt, der mit fast 5 Bio. Hrywnja für Sicherheit und Verteidigung ein Rekordniveau an Ausgaben vorsah. Hintergrund des Treffens ist die angespannte Haushaltslage der Ukraine: Am 10. September hatte Finanzminister Serhij Martschenko erklärt, wegen Verzögerungen internationaler Hilfe seien die Staatsausgaben eingeschränkt worden; am 14. September bezeichnete Premierminister Serhij Korezkyj die Lage der öffentlichen Finanzen als „nahezu kritisch" und warnte, Verzögerungen bei der Verabschiedung der erforderlichen Gesetzentwürfe könnten den Erhalt von 29,5 Mrd. Dollar internationaler Finanzierung gefährden.