Trump fordert Selenskyj per Telefon auf, Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen
Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat erneut aufgefordert, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, und verwies dabei auf steigende Dieselpreise. Parallel kündigte Selenskyj ein persönliches Treffen mit Trump in New York an, während der Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes Rustem Umerov Fortschritte bei den Verhandlungen zur Beendigung des russischen Krieges beschrieb.
Das Wichtigste
- Trump forderte Selenskyj in einem Telefonat wiederholt auf, Angriffe auf russische Ölraffinerien zu stoppen.
- Als Begründung nannte Trump steigende globale Dieselpreise.
- Einer Quelle zufolge fiel das Wort „Diesel" im Gespräch mehrfach.
- Am 13. September hatte Trump die Ukraine für steigende Dieselpreise verantwortlich gemacht und Selenskyj aufgefordert, Raffinerien zu verschonen.
- Geheimdienstchef Rustem Umerov sieht Fortschritte bei den Verhandlungen und bewertet die Rolle der Trump-Emissäre Steve Witkoff und Jared Kushner positiv.
- Laut Umerov ist die Zahl der Verhandlungshindernisse von Dutzend auf ein bis zwei zentrale Fragen gesunken.
- Selenskyj kündigte ein persönliches Treffen mit Trump in New York an und äußerte Zweifel an der Bereitschaft Moskaus, Vereinbarungen einzuhalten.
Warum es wichtig ist
Die Forderung zielt unmittelbar auf eine Einschränkung einer ukrainischen Militärtaktik gegen die russische Energieinfrastruktur. Trump rahmt sie wirtschaftlich – über globale Energiepreise – und nicht rein militärisch. Ukrainische Vertreter begrüßten öffentlich die Verhandlungsfortschritte, äußerten aber zugleich Skepsis, ob Russland eine Energie-Waffenruhe einhalten wird.
Was geschehen ist
Donald Trump hat in einem Telefonat mit Wolodymyr Selenskyj wiederholt verlangt, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einstellt. Als Grund nannte er steigende globale Dieselpreise; einer mit dem Gespräch vertrauten Quelle zufolge fiel das Wort „Diesel" mehrfach. Trump hatte bereits am 13. September die Ukraine für den Anstieg der Dieselpreise verantwortlich gemacht und Selenskyj aufgefordert, stattdessen „viele andere Ziele" anzugreifen. Selenskyj kündigte unterdessen ein persönliches Treffen mit Trump in New York an, das nach seinen Worten „vieles verändern könnte", und erklärte, er werde auf russische Angriffe auf die Ukraine reagieren. Der Chef des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, Rustem Umerow, beschrieb Fortschritte bei den Verhandlungen und lobte die Rolle der Trump-Emissäre Steve Witkoff und Jared Kushner. Laut Umerow ist die Zahl der offenen Hindernisse von Dutzend auf ein bis zwei zentrale Fragen gesunken.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die englischsprachige Agenturmeldung aus Aserbaidschan rückt die Forderung Trumps an Selenskyj in den Vordergrund und bettet sie in eine breitere Erzählung über eine Energie-Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland ein. Die ukrainische Berichterstattung stellt dagegen den wirtschaftlichen Druck durch die Dieselpreise, die Skepsis Selenskyjs gegenüber der russischen Bereitschaft zur Einhaltung von Vereinbarungen und die angekündigten Verhandlungsfortschritte samt New-York-Treffen in den Mittelpunkt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Trump erklärte am 13. September, der Anstieg der Dieselpreise sei auf ukrainische Angriffe auf Russland zurückzuführen und nicht auf seinen Konflikt mit dem Iran. Selenskyj hingegen äußerte am 14. September – dem Tag, an dem Trump eine Energie-Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündete – Zweifel daran, dass Moskau sich an solche Vereinbarungen halten werde. Darin zeigt sich eine Lücke zwischen der Zuversicht beider Seiten in denselben Prozess.
Hintergrund
Trump hatte zuvor behauptet, der Anstieg der Dieselpreise gehe auf ukrainische Angriffe auf Russland zurück, nicht auf seinen Konflikt mit dem Iran. Umerow erklärte zudem, die Zahl der offenen Verhandlungshindernisse sei von Dutzend auf ein bis zwei zentrale Fragen gesunken.